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"Anna ist ein kompetenter Erzieher"

Alternative Schreib- und Sprechweisen zum Generischen Maskulinum

Typische Pseudo-Argumente und Studien, die sie widerlegen:

#vonwegenmitgemeint ist ein Hashtag, den ich 2015 gestartet hatte und schnell Unterstützung fand beim Sammeln von absurd gegenderten Sprachbeispielen und von Sätzen, die zeigen, wie unpräzise  und keinesfalls neutral das Generische Maskulinum in seinen Personenbezeichnungen ist. Sie verdeutlichen, in wievielen Fällen zu viele Menschen weder mitgemeint noch mitgedacht werden. Die Sammlung ist eindrücklich, auch wenn die ersten Tweets dazu wegen eines Accountwechsels verloren sind.

Immer noch nicht. Denn auch Methoden wie das Verfolgen der Augenbewegungen beim Lesen (Eyetracking) oder die Messung von Hirnaktivitäten bestätigen die These, dass Frauen bei der männlichen Form nicht mitgemeint sind.

„Eine Verletzung der stereotypen Geschlechtszuordnung löst ähnliche Aktivierungen aus wie Sätze mit Pronomenfehler.“ Prof. Dr. Evelyn Ferstl, Kognitionswissenschaften an der Universität Tübingen in der Stgt Ztg: ‚Nur wer von Frauen spricht, meint sie auch

Der Lesefluss wird nicht beeinträchtigt, wenn inkludierende Begriffe und alternative Schreibweisen (s.u.) miteinander kombiniert werden.

Blake und Klimmt 2010. Geschlechtergerechte Formulierungen in Nachrichtentexten, in Publizistik 55(3):289-304 · September 2010.

Stellenausschreibungen im generischen Maskulinum halten mehr Frauen von Bewerbungen ab.
Studie von Domsch, Michel E./Uta B. Lieberum/Roland Hünke: Chancen von Frauen im Bewerbungsprozess. Eine Analyse von 3.400 Stellenanzeigen und eine Telefonbefragung von 140 Unternehmen. I.A.P. Institut für Personalwesen und Arbeitswissenschaft, Universität der Bundeswehr Hamburg 1997.

Im Vorschulalter entwickeln Mädchen und Jungen ein sehr viel breiteres, geschlechtsunabhängigeres Interesse an verschiedenen Berufen, wenn Erwachsene nicht immer nur vom Arzt, Ingenieur oder Automechaniker sprechen.

Studie von Dries Vervecken, Bettina Hannover: Yes I can! Effects of gender fair job descriptions on children’s perceptions of job status, job difficulty, and vocational self-efficacy. In: Social Psychology Nr. 46 (2015), S. 76–92.

Bittet man Proband*innen, die Namen von Sportlern und Musikern aufzulisten fallen ihnen viel weniger Frauen ein, als wenn zusätzlich auch nach Sportlerinnen und Musikerinnen gefragt wird.

Studie von Stahlberg, D., Sczesny, S., & Braun, F.: Name Your Favorite Musician. Effects of Masculine Generics and of their Alternatives in German. In: Journal of Language and Social Psychology, 20(4), (2001), S. 464-469.

„Es ist auch umständlich und überflüssig, die Flagge eines Staatsgastes vor dem Reichstagsgebäude zu hissen, Menschen nett zu begrüßen und sich nach ihrem Befinden zu erkundigen oder mit Messer und Gabel zu essen. Trotzdem gelten diese Gesten als Zeichen von Respekt, Interesse und gutem Benehmen.“  Anatol Stefanowitch, Linguist und Professor an der Freien Universität Berlin auf Sprachlog: Frauen natürlich ausgenommen

Nichts, aber auch gar nichts in der deutschen Sprache, wie wir sie heute benutzen, war „schon immer“ so. Beispiel gefällig?

>Gästin<
Das Wort gehört zu den weiblichen Formen, die – wie auch die Engelin oder die Geistin – bereits im Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm aufgeführt und mit zahlreichen Belegstellen unterfüttert wurden. Auf dem Weg vom späten 19. ins 21. Jahrhundert war sie aus der Alltagssprache verschwunden. (Quelle: Duden)

PS: Bösewichtin, Geiselin, Günstlingin, Harlekinin, Knechtin, Menschin, Ritterin übrigens auch. (Quelle: Die Grimm-Brothers)

„Geht man davon aus, dass die Gleichberechtigung der verschiedenen Geschlechtsidentitäten ein hohes demokratisches Anliegen und Gut ist, dann liegt es auf der Hand, geschlechtergerechten Sprachgebrauch für sinnvoll zu halten und diesen zu favorisieren, ja zu fördern und dies politisch umzusetzen. Aber wenn man eine andere Perspektive vertritt und weltanschaulich anders verortet ist, wird man das nicht als sinnvoll erachten.“
Constanze Spieß, Germanistin an der Universität Graz in Gendern und die Gegenargumente. orf.at

Ein Wort wie „Leser*innen“ wird tatsächlich von manchem text-to-speech-Programm als „Lesersterninnen“ gelesen. Anstrengend und wenig sinnvoll, wenn man sich Texte vorlesen lassen muss oder möchte. Das schriftliche Gendern mithilfe von Satz- und Sonderzeichen ist also für blinde und sehbehinderte Menschen in manchen Situationen eine Hürde. Der Deutsche Blinden- und Sehbehinderten Verband e.V. schreibt aber:
„Unsere favorisierten Lösungen sind Formulierungen, die kein Geschlecht ausschließen wie bei Team, oder die Beidnennung wie in Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Leider wird die zweite Lösung nicht allen Geschlechtsidentitäten gerecht.“

Manche Kritiker*innen gehen trotzdem so weit zu behaupten, der Gender*stern sei diskriminierend. Heiko Kunert antwortet dazu Lesenswertes auf seinem Blog für Inklusion und Barrierefreiheit: „Wo genau liegt denn die Diskriminierung? Darin, dass die Sprachausgabe beim Stern genau das vorliest, was da steht? Werden wir dadurch wirklich irgendwo ausgeschlossen, wie dies zum Beispiel bei nichtbeschriebenen Fotos der Fall ist? Nein. […] Wäre es nicht besser, den Druck auf Screenreader- und Sprachausgaben-Entwickler*innen zu erhöhen, damit in der Zukunft ein korrektes Vorlesen gegenderter Begriffe erfolgt? Schließlich haben Sprachausgaben in der Vergangenheit auch gelernt, statt „Semikolon Bindestrich Klammer Zu“ „Zwinkersmiley“ zu sagen.“

„Das muss man auch mal bedenken, dass Menschen mit Lese-Rechtschreib-Schwäche oder autistische Menschen mit diesen Sonderzeichen gar nicht gut klar kommen! Und überhaupt, unsere ausländischen Mitbürger, die armen, sind Euch Genderisten wohl auch egal, macht ja nix, dass Inklusion für mich, wenn’s nicht ums Gendern geht, völlig wumpe ist, und dass ich Maßnahmen zu Vielfalt und Antidiskriminierung aus Prinzip ablehne, aber hier kann ich doch mal das Argument der Rücksicht hervorzerren und mir vors Revers klemmen.“

Antwort:
Inkludierendes Sprechen bezieht sich auf weit mehr als Informationen zum Geschlecht, und Kommunikationshürden bleiben auch ohne Genderstern bestehen, wenn die sprechende Person kein sprachliches Fingerspitzengefühl hat oder gar nicht erst an Verstehen und Verständigung interessiert ist. Das nur als Vorbemerkung zur 11), meist ein klassisches Scheinargument.

Konkreter zum Aspekt der Verständlichkeit:
eine Studie aus Graz hat untersucht, wie gendergerechte und leichte Sprache zusammenpassen. Wenig überraschendes Ergebnis: Bekannte und neutrale Wörter und auch Beidnennungen werden am besten verstanden. Und: der Genderstern schneidet besser ab als manche Partizipkonstruktion.

Zum Weiterlesen empfehle ich den ausführlichen Text von Sigi Lieb: ‚Macht Gendern Sprache schwer verständlich‘: „Die größte Hürde oder Barriere, die der Genderstern erzeugt, ist eigentlich banal: Zu verstehen, was er bedeutet. Zurück zur Studie aus Graz: Manche kannten den Genderstern schon, anderen war das Zeichen oder zumindest seine Bedeutung unbekannt. Wurde es erklärt, wurde der Stern verstanden. Manche fanden ihn gut. Andere lehnten ihn ab. Die ihn ablehnten, empfanden ihn tendenziell als störender.“

Dsa-heir-knasnt-du-lseen-Postkarte

Gender*stern-Postkarte & Sticker "Dsa heir knasnt du lseen"

Diese Postkarte und Sticker (5 + 5 Stck) verschicke ich gerne gegen eine kleine Spende. Meine Ausgaben dafür, also Design, Druck, Verpackung, Versand … liegen bei rund 5,-€. Wenn du meine Arbeit wichtig und unterstützenswert findest, magst du vielleicht aufrunden - das Geld fließt in unser Projekt 'Rosa-Hellblau-Falle'  beim gemeinnützigen Verein klische*esc e.V an mein Projekt 'Rosa-Hellblau-Falle' via ko-fi.com/rosahellblaufalle.

Postadresse nicht vergessen

Fragen, Ergänzungen, Stückzahlen in den Betreff oder an kontakt@ wu2k.de (in höherer Stückzahl auch zum Verkauf)

Zur Aussprache:

Der Gender*Stern (so wie auch Doppelpunkt, Mittepunkt, Trema und Unterstrich - s.u.) wird durch eine kleine Sprechpause hörbar; man nennt sie auch Glottisverschluss oder Knacklaut.

Den sprechen übrigens alle, die akzentfrei Deutsch sprechen, sogar Menschen, die am Generischen Maskulinum festhalten und den ganzen Text hier für überflüssigen Quatsch halten. Zum Beispiel in geimpft, beantworten oder Spiegelei (ge-impft, be-antworten, Spiegel-ei)…. Das Wort Leser*innen ist also genauso unkompliziert zu sprechen.

Anders vielleicht bei Baumentaster, Stiefenkelchen oder Zwergelstern. Aber dafür gibt's meine neue Postkarte zum Üben und Weiterreichen 😉

Postkarte „Zwergel*stern“ Postkarten-Pause für alle, die sich im inkludierenden Sprechen üben (oder andere dazu einladen) wollen 🙂

Die Alternativen:

a) Leserinnen (generisches Femininum)
b) Leserinnen und Leser (Beidnennung, binär)
c) Lesende (zeitlich teilweise nicht korrekt)
d) LeserInnen (Binnen-i, binär)
e) Leser_innen (Unterstrich)
f) Leser·innen / Leser•innen (Mittepunkt)
g) Leser*innen (Gender*stern)
h) Leser:innen (Doppelpunkt)
ï) Leserïnnen… (Trema), sehr hübsche Lösung, zwei Pünktchen auf dem i. Aber das Tastenkürzel dafür scheint mir (bisher) zu weit weg um alltagstauglich zu sein, außerdem ist das Symbol schon anders besetzt, s.u.)
j) Leserinnen (- bitte hier einen Stern auf dem i vorstellen. Schöne Idee, aber meines Wissens gibt es keinen Shortcode dafür und wenn, gilt dasselbe wie für Ï )
k) Lesx / Lesxs (Ergänzende Erklärungen dazu von Lann Hornscheidt in einem Interview oder auf ihren eigenen Seiten bzw. v)
l) Suffix -il, Plural -ille (Entgendern nach Luise Pusch: Das Lehreril unterrichtet die
Schülerille.)
m) Lesys (Entgendern nach Phettberg: Pluralbildung = Stamm + ys. mehr…)
n) -xier, -xiesen und andere Pronomen und Vorschläge auf den Seiten von Anna Heger
o) Sylvain / NoNa / -el / Vii / -ey / …  –  Vorstellung diverser neuer Endungen und Pronomen auf ‚Nichtbinär-Wiki‘

Zu f), g), h) siehe meine Ergänzungen und zusätzlichen Informationen weiter unten.

… gibt es noch eine Schreibweise, ein Symbol, das ich nicht kenne? Bitte gern in die Kommentare schreiben.

1887:

Die Schweizerin Emilie Kempin-Spyri darf nicht als Anwältin arbeiten, da sie als Frau nicht d Aktivbürgerrecht besitzt. Sie klagt, aber ihr Argument, dass der Begriff Schweizer in der Verfassung Männer UND Frauen meint, wird abgewiesen. Diese Sicht sei „ebenso neu als kühn“

Weiterführendes zu den oben gelisteten Alternativen:

Die drei Varianten in Fett sind die von mir bevorzugten, weil nicht binär, mit Gap zu lesen, das Symbol in der Phonetik nicht schon anders belegt.

f) Mitte(l)punkt – Mediopunkt
Den ‚point median‚ habe ich in Frankreich kennengelernt als Lösungsvorschlag, den die Académie française heftigst bekämpft. 2018 habe ich in Toulouse eine Podiukmsdiskussion besucht, auf der die Linguistin Eliane Viennot sagte, die Académie française sei ein traditioneller, misogyner Männerverein, bei dem sie „mort cérébral“ (Hirntod) vermutet. Es dürfte also noch eine Weile dauern, bis sich der Punkt dort als akzeptierte, alternative Schreibweise durchsetzt. Aber ich wundere mich, warum er in Deutschland kaum bekannt ist.
In französischen Schulen müssen Schüler•innen übrigens den grammatikalischen Merksatz verinnerlichen „Le masculin l’emporte sur le féminin“ = Das Männliche siegt über das Weibliche (setzt außer Kraft/hat Vorrang). Das ist die Regel, die auch im Deutschen dazu führt, dass ein einziger Sänger dafür sorgt, dass plötzlich von „100 Sängern“ die Rede ist, selbst wenn in einem Chor 99 Frauen singen. (Vgl. Luise Pusch, 1999). Auch Eliane Viennot fordert ein grundsätzliches Umdenken, ein geschlechtergerechte Sprache und anderen Unterricht. Eins ihrer Bücher heißt: „Non, le masculin ne l’emporte pas sur le féminin!“

Ich finde den Mittel(l)·punkt eine prima Lösung.
Einschränkung: Doppelbelegung. In Leichter Sprache wird er zur Kennzeichnung von Wortteilgrenzen in langen Komposita genutzt (s.Duden).
Dafür haben ihn die text-to-speech-Programme, in die ich ihn eingegeben habe, als Gap, also als kleine Lücke gelesen, was beim Gender*Stern (s.u.) nicht bei allen klappt

Tastenkürzel:
Mediopunkt: Mac [alt + shift + 9], PC [alt + 0183]Fetter Mittepunkt: Mac [alt Ü], PC [Alt 0149]

g) Der Gender*stern, das Sternchen, der Askerisk ist ein Platzhalter für unbekannte Zeichen(ketten) und wohl vor allem deshalb sehr beliebt unter Menschen, die sich nicht binär einem Geschlecht zuordnen. Ich verstehe ihn so: „Hier ist Platz wofür Du möchtest, alles passt, alles ist erlaubt“, ein einladendes, sympatisches, inkludierendes Symbol und für mich inzwischen sehr geläufig, ich nutze ihn auch in privaten Emails und Notizen an mich selbst.
Es ist es zur Zeit das Symbol, das im deutschen Sprachraum am meisten Anerkennung findet für inkludierende Schreibweisen. Er wird wohl am ehesten die Chance haben, sich auch international durchzusetzen. Der Deutsche Rechtschreibrat hat ja bereits über eine Aufnahme in den Duden diskutiert, was zwar 2019 noch abgelehnt wurde, aber ich bin optimistisch, dass das nicht mehr lange dauern wird.

Einziger Haken, siehe oben, Einwand und Antwort 10) Barrierefreiheit

h) Doppelpunkt
sieht vielleicht gut aus, aber auch hier wieder das Problem der Doppelbelegung: das Zeichen ist für den grammatikalischen Doppelpunkt schon besetzt, was zu Problemen führt bei text-to-speech-Vorleseprogrammen und auch bei der Darstellung in Blindenschrift. Er ist also nicht weniger barrierefrei als der Genderstern. Im Gegenteil, er wird vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverand explizit NICHT empfohlen.

„Trotzdem wird der Doppelpunkt als eine besonders blinden- und sehbehindertenfreundliche Form des Genderns dargestellt. Grund ist vermutlich die Annahme, dass der Doppelpunkt von Screenreadern standardmäßig nicht vorgelesen werde, weil er im Gegensatz zu Stern und Unterstrich kein Sonderzeichen, sondern ein Interpunktionszeichen ist. Abgesehen davon, dass dies von den Screenreadern unterschiedlich gehandhabt wird, hat der Doppelpunkt jedoch wichtige Funktionen, weshalb viele blinde und sehbehinderte Menschen ihn sich vorlesen lassen.“, DBSV

i) zwei Punkte auf dem i: Das i mit Trema, also mit Umlaut: Ï / ï .
In der Phonetik bedeutet das Symbol, dass der Vokal nicht mit dem vorhergehenden verbunden, sondern einzeln gesprochen wird. Wie zum Beispiel in Citroën. Er gibt jedoch nicht vor, dass ein Gap gesprochen wird, das könnte zu Missverständnissen führen und ist eine Art Doppelbelegung des Zeichens. Weiterer Nachteil: Auf dem Mac mit drei Tasten zu erreichen: alt+u und i – Damit fällt es für mich erstmal raus, bis es schnellere Wege gibt auf deutschen Tastaturen.

So viel fürs Erste.
Mit Grüßen von Almut Schnerring.

Artikel von 2020; letztes Update im April 2024.

Vortrag- & Workshop-Angebot

von Almut Schnerring + Sascha Verlan zum geschlechtersensiblen Sprechen und Formulieren

Almut Schnerring: Überzeugend und sicher präsentieren. Erschienen 2020 im Reclam Verlag

7 Gedanken zu „gendern“

  1. Pingback: Lieblings-exGendern a’la Jaddy – Das Jaddy-Blog

  2. Input zum Genderstern: Man könnte das den Vorlese-Programmen sicher beibringen. Allerdings muss dann darauf geachtet werden, dass der Stern im Wortinnern als Glottisschlag vorgelesen wird (und nicht als nicht-vorhanden übergangen wird). Und es muss differenziert werden, dass er in anderen Zusammenhängen als Stern gelesen werden soll, z.B. in all den Formularen, in denen Pflichtfelder nur mit Stern markiert sind (anstatt korrekter Formatierung als „erforderlich“).

  3. Vielen Dank für diese Übersicht!
    Ich möchte folgendes ergänzen/kommentieren:
    ?) Apostroph
    Leser’innen habe ich auch schon angetroffen.
    (Diese Schreibung finde ich persönlich bisher am angenehmsten und am kompatibelsten mit wissenschaftlichen Texten.)

    h) Doppelpunkt
    keine wirkliche Doppelbelegung: das Zeichen ist so geschrieben NICHT für den grammatikalischen Doppelpunkt schon besetzt, weil nach dem grammatikalischen Doppelpunkt immer ein Leerzeichen (oder neue Zeile) folgt.

    g) Der Gender*stern
    Auch wenn die Tippweise ein einfacher ASCII Asterisk (*) ist, so ist die Darstellung uneindeutig und je nach Font mittig (∗) oder hochgestellt ( ⃰), manchmal mit 5 Zacken (٭) und manchmal mit 6 (✻).

    Die Mehrfachbelegungen des Sterns in naturwissenschaftlichen Texten (insbesonders in Informatik, Mathematik etc.) erzwingen idR. dass der Stern auf die eine oder andere Weise gesprochen werden muss. Sternchen stehen dabei auch mitten im Wort. Ein (:) und (·) sind da zwar weniger ein Problem, jedoch auch nicht perfekt. (‚) ist dort kein Problem, weil das Zeichen auch in englischer Sprache vorkommt.

  4. Pingback: Sprachleitfäden und -Ressourcen – Das Jaddy-Blog

  5. Nimmst du noch „Aber das ist nicht barrierefrei“ mit auf? Dann kann ich mir zukünftig die Facebookdiskussionen komplett sparen und einfach auf deine hervorragende Zusammenfassung verlinken GaLieGrü!

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