Geschlechtersensible Pädagogik

„Wege aus der Rosa-Hellblau-Falle®“

Angebot für Fachkräfte in Kindertagesstätten, Grundschulen und OGS.

In ihrem beruflichen Alltag sind Erzieher, Pädagoginnen, Fachkräfte in Kindertagesstätten, Familienzentren und Schulen ständig herausgefordert, die Lebenslagen von Mädchen und Jungen geschlechtssensibel zu berücksichtigen. Rollenbilder, geschlechterbezogene Erwartungen und Vorgaben anderer infrage zu stellen und mit Kindern zu thematisieren, ist zudem in den Bildungs- und Lehrplänen der Bundesländer festgeschrieben.

Feen-Geschichten für Mädchen, Piratenaufkleber für Jungs, Brotdosen, Überraschungseier und Gummistiefel geschlechtergetrennt. Das rosa-hellblaue Angebot der Industrie erweckt zunehmend den Eindruck, Jungen und Mädchen lebten in völlig unterschiedlichen Welten, Freundebücher für Prinzessinnen und Experimentierkästen für Abenteurer suggerieren von Geburt an unterschiedliche Interessen und Talente.

Fachkräfte in Kindertagesstätten sind ständig herausgefordert, die Lebenslagen von Mädchen und Jungen geschlechtssensibel zu berücksichtigen: Was wir selbst mit männlichem Verhalten und weiblichen Interessen verbinden, wird vor allem dann deutlich, wenn Kinder sich entgegen den Erwartungen verhalten, wenn wir selbst oder andere sie als „untypisch“ erleben. Rollenbilder, geschlechterbezogene Erwartungen und Vorgaben anderer infrage zu stellen und mit Kindern zu thematisieren, ist deshalb in allen Bildungsplänen der Bundesländer festgeschrieben. Denn limitierende Geschlechterrollenbilder sorgen dafür, dass Mädchen ab Schulbeginn Jungs mehr zutrauen und ihre eigenen Fähigkeiten (bei gleicher Leistung) unterschätzen. Dabei fühlen sich Fünfjährige noch gleich schlau.

Was also lernen Jungen, dass sie im Beruf mehr Erfolg haben können, trotz schlechterer Schulleistungen? Und was lernen Mädchen, das es ihnen erschwert, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im späteren Berufsleben um- und durchzusetzen? Welche Zusammenhänge gibt es zwischen frühen Interessen und späterer Lebensgestaltung? Was brauchen Jungen, die sich schwer an Gruppenregeln halten können, wie können Mädchen ermutigt werden, sich besser durchzusetzen, Welche pädagogischen Projekte bieten sich an, um geschlechtsspezifische Einschränkungen auszugleichen? Wie können Kindern im Alltag Erfahrungen ermöglicht werden jenseits von den Klischees der schlanken Modelwelt beziehungsweise der abenteuergeladenen Technikwelt, deren Botschaften sich durch Medien, Werbung und den Alltag von Kindern ziehen, mehr als in jeder anderen Generation zuvor?

Was Sie mitnehmen können (je nach Schwerpunkt und Dauer der Fortbildung):

  • Hintergrundwissen zur Entwicklung der Geschlechtsidentität, Stand der Forschung
  • Empfehlungen und Austausch über Arbeitsmaterialien und Bücher (Bilderbücher oder Schulbücher und Arbeitsblätter) und Raumgestaltung
  • Austausch und Reflexion eigener Lehr- / Erziehungspraxis
  • Projekte mit Kindern, die Bildungsbereiche / Schulfächer und ihre Zuordnungen im Blick: Sprachen und Mathe, Lesen Lernen, Mathematik und Technik…
  • Informationen zum geschlechtersensiblen, inkludierendem Sprechen
  • Eine neue Perspektive auf geschlechtliche Zuschreibungen
  • Ideen, wie im Alltag, in Gesprächen und Entscheidungen für andere mehr Wahlfreiheit entsteht
  • Austausch mit Gleichgesinnten
  • Hilfen für die Elternarbeit und für geschlechtersensibles Arbeiten im Team
  • Innerhalb einer Doku der BBC zeigt ein Experiment (‚Do you stereotype children‚), wie sehr Erwachsene das Spiel von Kindern unbewusst beeinflussen, dass Jungen und Mädchen mit unterschiedlichen Erwartungen konfrontiert werden. Unsere Vorträge und Workshops müssen zwar ohne Spielzeugteppich und Kleinkinder auskommen, aber mit vielen Beispielen, Bildern und Studien kommen wir in der gemeinsamen Diskussion zum selben Ergebnis und tauschen uns aus über Wege aus der Falle. Denn die greift ja nicht nur bei Spielzeug, sondern reicht in alle Bereiche des Alltags.Wir freuen uns auf Ihre Anfrage
    Wir bieten:
    • einen Workshop von 3 Stunden
    • eine 1-bis 3-tägige Fortbildung
    • oder einen Vortrag- und Gesprächsabend (auch mit Eltern) von ca. 2 Stunden


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