Mental Load & Equal Care

Mit der Debatte um die Vereinbarkeit von HomeOffice und HomeSchooling während der Pandemie ist auch die unfaire Verteilung der ‘Mental Load’ in den Fokus gerückt – wer sich bisher um Hausaufgaben, Einkaufslisten und Geschenke gekümmert hat, ist auch in der Krise verantwortlich. Was sind die Ursachen und wie lässt sich das Ungleichgewicht aufheben?

Veranstaltungsangebot zur unsichtbaren Arbeit

Mental Load @home

Wer kocht, wäscht und räumt auf? Wer weiß Bescheid um Geburtstage, Kleidergrößen und die Medizin der Schwiegermutter? Care-Arbeit und die Mental Load ist in den meisten Familien ungleich verteilt. Doch weil sie zudem unsichtbar, d.h. wenig anerkannt ist, weil die Zeit und Kraft, die sie kostet, gar nicht in Verhandlungen mit einfließt, deshalb werden auch die Auswirkungen die der ‘Gender Care Gap’ hat, auf Berufwahl, Karrieremöglichkeiten, Einkommen und gesellschaftliche Teilhabe… in der Regel unterschätzt. Zu oft verhindern Einwände rund um “selbst gewählt”, “Privatsache”, “liegt in ihrer Natur” die sachliche Diskussion.

Das alles hat Einfluss auf das Miteinander in der Familie, beeinträchtigt aber auch die berufliche Belastbarkeit. Wer auf dem Heimweg noch für die pflegebedürftigen Eltern mit einkaufen geht, aber wegen eines spontanen Meetings schon ahnt, dass vor Kita-Schluss wieder alles zu knapp werden wird, braucht eine*n Arbeitgeber*in, die*der sich mit dem Thema befasst hat.

Unternehmen, die die private Care-Arbeit ihrer Arbeitnehmer*innen mit im Blick haben, sind die attraktiveren Arbeitgeber*innen.

Mental Load @work

Ähnliches gilt für die Mental Load und Kümmerarbeit am Arbeitsplatz: Blümchen gießen, Dankeskarten schreiben, Beziehungspflege …  Vielen ist gar nicht bewusst, was alles in ihrem Rücken wie von Zauberhand erledigt wird – was sehr praktisch ist, denn wer die ToDos nicht sieht, hat dafür mehr Zeit, sich um den eigenen Aufgabenbereich und die Karriere zu kümmern. Auch dieses Thema gehört regelmäßig auf den Tisch in Team-Meetings.

Diese ungleiche Verteilung ist Thema unseres Veranstaltungsangebots:

Der Vortrag oder Workshop dazu

  • Ein Wechsel aus Vortragsinputs und Fragerunden
  • (Bild-)Beispiele aus Medien, Werbung, Stellenanzeigen, Schulbüchern zur aktuellen Verteilung von Mental Load und Care-Arbeit und den damit verbundenen Rollenvorbildern
  • Studien und Hintergrundinformationen zur aktuellen (gesetzlichen bzw gesellschaftlichen ) Situation
  • Selbsttest zur Verteilung der Mental Load im eigenen Umfeld (privat oder beruflich)
  • Forderungen aus dem ‘Equal Care-Manifest’, d.h. strukturelle Änderungsvorschläge zur  Sichtbarmachung, Wertschätzung und fairen Verteilung von Care
  • Diskussionsrunden im Plenum
  • Übungen in Kleingruppen

Bei Interesse an einer Veranstaltung mit uns, freuen wir uns über Ihre Email:

Almut Schnerring und Sascha Verlan sind Autor*innen von ‘Equal Care. Über Fürsorge und Gesellschaft’, Berlin 2020, und Initiator*innen des Aktionstags ‘Equal Care Day’.

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