R.E.S.P.E.K.T. 2.0 – Radiofeature-podcast

Von Wertschätzung in einer globalisierten Welt

Respekt ist nicht gleich Respekt. Eine Ärztin oder einen Polizisten zu respektieren, das geschieht unter ganz anderen gesellschaftlichen Voraussetzungen als der Respekt gegenüber Menschen anderer Religionen, anderer politischer Haltungen und Lebensweisen.

Respekt ist das Bindemittel, das die Gesellschaft zusammenhält, und zugleich die Zentrifuge, die sie auseinandertreibt. Und Respekt ist schnell eingefordert, viel schwieriger ist es dagegen, in einer diversifizierten Gesellschaft wirklich respektvoll zu leben – sich selbst, der Natur und Umwelt, den Mitmenschen gegenüber.

Es ist nicht nur eine Frage der Vorerfahrung und allgemeinen Lebenseinstellung, es braucht vor allem auch Zeit und Ruhe in der Situation selbst, um wirklich respektvoll sein zu können. Respekt als Begriff ist mehrdeutig, vielschichtig, unpräzise, bisweilen sogar widersprüchlich: Synonym für Angst oder für die Vorsicht vor einer anspruchsvollen, vielleicht gefährlichen Aufgabe. Respekt vor dem Alter, staatlichen Institutionen. Und Respekt vor einer Leistung, die jemand vollbracht hat, gern auch vor eigenen Leistungen.

Wer Respekt fordert, meint deshalb oft etwas anderes als den Respekt, den er oder sie selbst zu erweisen bereit ist. Wie kann Respekt funktionieren und gelebt werden in einer zunehmend digitalisierten und globalisierten Welt, in der wir uns oft nur noch medial vermittelt, sogar anonym begegnen?

Unser Radiofeature für den Deutschlandfunk beschäftigt sich mit diesen Fragen und kann hier als podcast online gehört oder heruntergeladen werden:

‘R.E.S.P.E.K.T. 2.0’ ist eine Produktion aus dem Jahr 2017, deren Thema und Anliegen jetzt und immer aktuell ist, auch wenn “Pandemie” damals keine alltagstaugliche Vokabel war und nicht vorkommt. Mit dabei sind und kommen zu Wort:

Ingrid Brodnig, Autorin aus Graz,

Chaoze One, Rapper aus Mannheim,

Tilman Eckloff, Wirtschaftspsychologe aus Berlin,

Veedel Kaztro, Rapper aus Köln,

Jürgen Kessler, Leiter des Deutschen Kabarettarchivs in Mainz,

und Kutlu Yurtseven, Rapper aus Köln.

Außerem mit Anja, Holger, Leon, Rüdiger und Yasmin.


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